Heft 2/12:

  • Brecht Festival in Augsburg: Berichte

  • Von Radecki in der "Dreigroschenoper"

  • Neue "Mutter Courage" aufgetaucht

    Schwerpunktthema dieses Heftes ist die Berichterstattung über das Augsburger Brecht-Festival vom 2. bis 12. Februar. Es
    stand unter dem Motto „Brecht und Politik“, als Motto war der bekannte Brecht-Satz gewählt worden: „Die Staatsgewalt
    geht vom Volke aus, aber wo geht sie hin?“ Klingt nicht sehr sozialistisch, fast schwingt da ein Hauch von Anarchie mit, oder?

    Solche Fragen wurde nicht exploriert; im Vordergrund des Festivals stand nicht die historische oder literaturwissenschaftliche
    Analyse, sondern die lebendige Präsentation. Das Publikum dankte es mit zahlreicher Teilnahme; die Publizistik äußerte sich teils
    kritisch. Festivalleiter Joachim Lang durfte das Rathaus als zentrale Spielstätte nutzen – noch vor wenigen Jahren wäre das undenkbar
    gewesen. Das brachte eine sehr hilfreiche Konzentration auf den Ort, allerdings um den Preis technischer Probleme
    in den historischen Räumlichkeiten.

    Unter den vielen weiteren Beiträgen in diesem Heft ist wohl der von Paul Sharratt der überraschendste: Eine neue Version der
    Mutter Courage ist aufgetaucht, ein vervielfältigtes Bühnenmanuskript mit gedrucktem Umschlag und, wie kann es anders sein,
    mit Abweichungen im Text.

    Ebenso können Sie hier endlich erfahren, wie Edith Anderson dem Brecht „Henry Martin“ vorsang und was Sigismund von Radecki in
    der „Dreigroschenoper“ erlebte.

    Lesen Sie wohl!
    Ihr Michael Friedrichs
    PS: Der städtische Zuschuss für das Dreigroschenheft
    wurde uns trotz knappster städtischer
    Finanzen von Kulturreferent Peter Grab für
    weitere zwei Jahre in Aussicht gestellt. Herzlichen
    Dank!

 
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